Wie groß sollte eine Photovoltaikanlage sein?

Da der selbst erzeugte Solarstrom inzwischen deutlich günstiger ist als Strom zum typischen Haushaltskunden-Tarif, ist für die meisten Betreiber eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote maßgeblich. Diese hängt in der Praxis von sehr vielen Faktoren ab, die wichtigsten sind das Mengenverhältnis von erzeugter und verbrauchter Energie sowie das Verbrauchsprofil (also die zeitliche Anordnung des täglichen Verbrauchs). Eine PV-Anlage in Deutschland produziert jährlich zwischen 850 und 1.100 Kilowattstunden pro kWp installierter Leistung, eine Anlage mit 5 kWp erzeugt also etwa den Jahresverbrauch einer vierköpfigen Durchschnittsfamilie. Da Erzeugung und Verbrauch aber nicht immer zeitgleich stattfinden, liegt die typische Eigenverbrauchsquote ohne weitere Maßnahmen in diesem Fall bei nur rund 30 Prozent. Mit intelligenten Energiemanagementsystemen zur Verbrauchersteuerung und zur Zwischenspeicherung von Solarstrom lässt sich dieser Anteil aber deutlich erhöhen. Die Alternative ist eine vergleichsweise kleinere PV-Anlage, wobei die absolute Menge des selbst erzeugten und verbrauchten Solarstroms hier natürlich kleiner ist.