Gibt es verschiedene Wirkungsgrade?
Als Wirkungsgrad bezeichnet man ganz allgemein das Verhältnis von abgegebener und zugeführter Leistung. Die abgegebene Leistung kann maximal so groß sein wie die zugeführte Leistung. Daraus folgt, dass Wirkungsgrade niemals größer als 1 sein können (man kann anstatt der Leistung auch die aufgenommene und abgegebene Energie ins Verhältnis setzen). Bei der solaren Stromerzeugung unterscheidet man Zellen-, Modul- und Systemwirkungsgrad. In der kommerziellen Massenfertigung wird derzeit ein Zellenwirkungsgrad, je nach eingesetzter Technologie, von bis zu 20 Prozent erreicht.
Der Modulwirkungsgrad bezieht sich auf die gesamte Modulfläche und ist deshalb immer etwas geringer als der Zellenwirkungsgrad. Dies liegt u. a. an den nicht nutzbaren Zwischenräumen der aneinandergereihten Solarzellen im Modul. Auch der Wechselrichter wandelt den Gleichstrom des Solargenerators mit einem bestimmten Wirkungsgrad in Wechselstrom um. Dabei spielen zwei Teilwirkungsgrade eine Rolle: der Umwandlungs- und der Nachführungswirkungsgrad, der die Präzision und Schnelligkeit der MPP-Nachführung widerspiegelt. Spitzengeräte erreichen mittlerweile Gesamtwirkungsgrade von bis zu 99 Prozent.
Der Systemwirkungsgrad bezieht sich auf die komplette Solarstromanlage. Hier ist in Relation zum Modul- und Wechselrichterwirkungsgrad ein weiterer Abfall zu verzeichnen, der auf Durchleitungsverluste, z. B. durch Kabel, zurückzuführen ist.